Tuesday, April 12, 2011

Neue Horizonte


Die Nachricht ist raus: Shayazur geht weiter. Aber wie konnte es dazu kommen, dass ich noch einmal meinen Entschluss revidiere mit Band 2 aufzuhören?

Nun, nach meinem Blog vom 2. März dieses Jahres ist offensichtlich eine kleine Flut von E-Mails sowohl bei mir als auch in der COMIX-Redaktion eingetrudelt, die Martin Jurgeit dazu bewogen hat, mir das Angebot zu unterbreiten, noch zwei zusätzliche Kapitel zu produzieren, um der Serie einen zufrieden stellenden Abschluss zu geben.
Offen gesagt, ich war ziemlich überwältigt. Damit hatte ich nicht im Geringsten gerechnet. Und noch weniger mit meiner ersten Reaktion: Erleichterung.
Erleichterung darüber, nicht noch ein Projekt in der Luft hängen lassen zu müssen, wie es in der Vergangenheit oft genug der Fall war. Martin schlug mir zwei Wochen Bedenkzeit vor, aber im Grunde war die Entscheidung sofort gefallen. Ich war und bin zwar skeptisch, ob man in 16 Seiten eine Geschichte abrunden kann, die auf zwei weitere Bände angelegt war, aber der Versuch ist es wert.

Ich will keinen Hehl daraus machen, dass Shayazur für mich der Vergangenheit angehört, was auch der Grund ist, warum ich nicht noch Band 3 und 4 machen wollte. Die zwei kleinen Zusatzkapitel sind definitiv eine Notlösung. Aber ich bin gespannt wo sie mich und Cren hinführen. Denn eins ist klar: Ich werde die Möglichkeit nutzen, Crens Reise so abzuschließen, wie sie für mich heute Sinn macht. Ich werde einige alte Ideen behalten und neue werden hinzu kommen. Als ich die ersten beiden Bände schrieb und zeichnete, war Crens Geschichte aufs Engste mit Ereignissen in meinem Leben verwoben. Das scheint übrigens bei all meinen Projekten so zu sein, deswegen geht's auch nie nur ums Arbeiten. Oft kann ich an einer Seite nicht weiter arbeiten, bevor ich nicht irgendetwas in meinem Privatleben gelöst habe. Nicht sehr zeiteffektiv, aber was soll's. Jedenfalls bin ich gespannt, welche Herausforderungen sich bei der Arbeit an den abschließenden Kapiteln zeigen werden.

Soll ich die Seiten in Aquarell zeichnen? Ich weiß noch, wie sehr mich dieser langwierige Prozess aufgeregt hat. Wahrscheinlich wird's eine digitale Koloration mit aquarelliger Optik. Damit habe ich bei den Justifiers recht gute Erfahrungen gemacht.
Aber zunächst will die Geschichte zu Ende geschrieben werden. Es wird Zeit.

2 comments:

  1. Ich finde ja das "echte" Aquarell unerreicht. Da können die Programme das noch so gut nachmachen. Die Zeichnung oben ist aber auch echt handgemalt?

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  2. Das Bild ist noch aus dem ursprünglichen zweiten Band und vollständig handgemalt, Jim. Du hast recht, den Effekt von echten Aquarellfarben werde ich digital nicht komplett nachempfinden können , aber mittlerweile denke ich auch praktisch, und digitales Coloring ist aus vielen Gründen zeiteffektiver. Zudem kann man Farben auch einfach mal mit einem Schieberegler ändern. Das war bei den handgemalten Seiten immer ein großes Problem und hat mich fast in den Wahnsinn getrieben.
    Aus diesem Grund habe ich schon sehr lange keinen Aquarellpinsel mehr geschwungen und es zieht mich nichts dorthin zurück.

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